Leistung
Spezialabbruch & Schadstoffsanierung
Ob Asbest, PCB oder künstliche Mineralfasern – wir sind Ihr Partner für den sicheren Rückbau belasteter Gebäude und übernehmen die komplette Dokumentation.
Kurz erklärt: Bei Hermann Services geht es um alte Mineralwolle (KMF), die wir mit Fachkunde nach TRGS 521 ausbauen, und um den Rückbau belasteter Bauteile im Altbau. Vorab klären Baujahr, Probenahme und Laboranalyse, was verbaut ist. Asbest führen wir nicht selbst aus. Wir sagen Ihnen, wer dafür nötig ist.
Ob Asbest, PCB oder andere Schadstoffe — wir sind Ihr Partner für den sicheren Rückbau belasteter Gebäude. Unsere Experten erkennen Risiken frühzeitig, arbeiten streng nach den geltenden Umwelt- und Sicherheitsvorgaben und übernehmen die komplette Dokumentation.
So schützen wir nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Planungssicherheit: Sie wissen zu jedem Zeitpunkt, was ausgebaut wurde, wohin es gegangen ist und dass alles nachweisbar entsorgt wurde.
Wichtig: Asbest ist vor allem dann gefährlich, wenn Fasern freigesetzt werden. Mit sachgerechtem Vorgehen lässt sich das Risiko beherrschen — Eigenarbeiten an belasteten Bauteilen sollten Sie deshalb nicht durchführen.
Leistungsumfang
- Rückbau asbesthaltiger Bauteile (z. B. Dach- und Fassadenplatten, Bodenbeläge, Kleber)
- Sanierung PCB- und PAK-belasteter Materialien
- Rückbau künstlicher Mineralfasern (KMF)
- Abschottung und Schutzmaßnahmen am Arbeitsbereich
- Persönliche Schutzausrüstung und Dekontamination
- Fachgerechte Verpackung, Transport und Entsorgung
- Vollständige Dokumentation und Entsorgungsnachweise
Was wir bei Schadstoffen im Altbau selbst ausführen
Hermann Services ist ein Handwerksbetrieb aus Filderstadt mit vier Mitarbeitern. Bei der Schadstoffsanierung konzentrieren wir uns auf künstliche Mineralfasern, im Alltag meist alte Dämmwolle in Dachschrägen, Zwischendecken, Wänden und Technikräumen. Für Arbeiten mit alter Mineralwolle haben wir den Fachkunde-Lehrgang auf Grundlage der TRGS 521 absolviert (Zertifikat vom 15.06.2026, Online-Lehrgang).
Dazu kommt der Rückbau von Bauteilen, bei denen sich die Belastung klären lässt und die nicht unter die strengen Sonderregeln für Asbest fallen. Das gehört häufig in den Ablauf einer Entkernung oder eines Abbruchs. Ihre Anfrage aus Stuttgart, Esslingen, Böblingen, Ludwigsburg oder dem übrigen Umland beantworten wir nach einer Besichtigung mit einer klaren Aussage, was wir übernehmen und was nicht.
Eine Grenze nennen wir ausdrücklich: Arbeiten an Asbest verlangen Sachkunde nach TRGS 519, je nach Risiko auch Zulassung oder Genehmigung des Betriebs. Diesen Nachweis hat Hermann Services nicht. Asbestarbeiten führen wir daher nicht aus. Wir helfen Ihnen aber, den Verdacht sauber zu klären, damit die richtige Firma beauftragt werden kann.
- Ausbau und Verpackung alter Mineralwolle nach TRGS 521
- Rückbau belasteter Bauteile im Zuge von Entkernung oder Abbruch, soweit nicht Asbest betroffen ist
- Abstimmung der Probenahme und Entsorgung, Dokumentation für Ihre Unterlagen
Wann gilt Mineralwolle als alte Mineralwolle?
Entscheidend ist das Jahr des Einbaus, nicht das Aussehen. Mineralwolle, die vor 1996 eingebaut wurde, ist nach TRGS 521 als alte Mineralwolle anzunehmen und als krebserzeugend (Kategorie 1B) zu behandeln. Widerlegen lässt sich das nur mit einem Einzelnachweis, etwa über die Gütegemeinschaft Mineralwolle.
Für Einbau zwischen 1996 und Juni 2000 gibt es keine pauschale Antwort. Alte und neue Produkte waren gemischt am Markt, deshalb braucht es einen Einzelnachweis. Seit Juni 2000 ist die Verwendung biopersistenter Mineralfasern im Hochbau verboten. Wer ein Haus aus dieser Zeit besitzt, sollte das Datum des Baubeginns bereithalten.
Die Regel greift in der Praxis, sobald Dämmung aus dem Bestand geöffnet, ausgebaut oder beim Abbruch freigesetzt wird. Das ist bei Dachausbau, Entkernung und Rückbau fast immer der Fall. Rechtsstand: Oktober 2026, die TRGS 521 gilt in der Ausgabe Mai 2026.
Wie wir alte Mineralwolle ausbauen
Die TRGS 521 sortiert Tätigkeiten nach der Faserbelastung in drei Expositionskategorien (unter 50.000, 50.000 bis 250.000 und über 250.000 Fasern pro m³). Was nicht gelistet ist, gilt als Kategorie 3. Auch unterhalb von 50.000 Fasern ist ein Krebsrisiko nicht ausgeschlossen. Deshalb arbeiten wir staubarm und mit persönlicher Schutzausrüstung.
Wir saugen mit Geräten der Staubklasse M ab und reinigen feucht oder nach M4. Abblasen und Trockenkehren sind nicht zulässig und entfallen. Die Wolle wird staubdicht in Big-Bags oder reißfeste Säcke verpackt, bei Bedarf befeuchtet und gekennzeichnet, bevor sie das Gebäude verlässt.
- Arbeitsbereich abgrenzen, Zugang nur für Beteiligte
- Ausbau in möglichst großen Stücken statt Zerreißen und Aufwirbeln
- Staubdichte Verpackung und Kennzeichnung vor dem Abtransport
- Feinreinigung mit Sauger der Staubklasse M
Schadstoffe im Altbau: Baujahr, Probenahme, Labor
Ob Schadstoffe vorhanden sind, entscheidet keine Sichtprüfung. Das Baujahr gibt aber eine Richtung vor. Bei Baubeginn bis 31. Oktober 1993 besteht Asbestverdacht, danach in der Regel nicht. Alte Mineralwolle betrifft Einbau vor 1996. PCB in dauerelastischen Fugen und Anstrichen wurde vor allem bis etwa 1975 verwendet, teerhaltige Parkettkleber (PAK) noch bis etwa 1981. Holzschutzmittel mit PCP sind im Innenraum seit 1986 verboten. Mehr dazu im Ratgeber zu Schadstoffen nach Baujahr.
Ein schwarzer Kleber ist nicht automatisch teerhaltig, oft ist es Bitumen. Das klärt nur eine Analyse. Üblich ist der Ablauf Begehung, Probenahmeplan, Probenahme durch eine fachkundige Person, Untersuchung im Labor, Bericht mit Lageplan. Für Asbest in Bauprodukten ist die Rasterelektronenmikroskopie nach VDI 3866 Blatt 5 das übliche Verfahren. Ohne Probenahme müssen Arbeiten so geschützt werden, als läge Asbest vor.
Wir koordinieren die Proben mit Ihnen und lesen das Ergebnis mit Ihnen durch. Die Probenahme selbst und die Laboranalyse bleiben bei Fachleuten dafür.
Asbestverdacht: Was Sie tun können und was nicht
Asbest ist solange ungefährlich, wie er fest eingebunden und unbeschädigt ist. Gefährlich wird er, wenn Fasern freigesetzt werden, also beim Bohren, Schleifen, Brechen oder Abreißen. Fassen Sie verdächtige Platten, Kleber, Spachtelmassen oder Rohrdämmungen deshalb nicht an. Auch für Privatpersonen gilt nach § 11 GefStoffV, dass nur zulässige Tätigkeiten ausgeführt und Fasern so weit wie möglich vermieden werden. Dachflächen aus Asbestzement dürfen nicht überdeckt oder überbaut werden.
Hat der Verdacht Substanz, lassen Sie eine Probe untersuchen und beauftragen anschließend einen Betrieb mit Sachkunde nach TRGS 519. Als Auftraggeber müssen Sie diesem Betrieb alle Angaben zur Bau- und Nutzungsgeschichte geben (§ 5a GefStoffV). Die Arbeiten sind bei der zuständigen Behörde anzuzeigen, in Stuttgart bei der Stadt, in den Landkreisen beim Landratsamt. Einzelheiten stehen im Ratgeber zu Asbest beim Hausabbruch.
Wenn Asbest und Entkernung zusammentreffen, planen wir den Ablauf mit Ihnen: erst Erkundung, dann Asbestarbeiten durch den dafür qualifizierten Betrieb, danach unser Rückbau.
Entsorgung und Dokumentation
Alte Mineralwolle gilt als gefährlicher Abfall und trägt den Abfallschlüssel 17 06 03*. Das Sternchen steht für gefährlich. Für Stuttgart nennt das Merkblatt des Abfallwirtschaftsamts (Stand Januar 2018) 120-Liter-Säcke oder einen 1-m³-Big-Bag und nimmt Mineralfaserabfälle grundsätzlich nur als 17 06 03* an. Kleinmengen bis 2 m³ gehen an die Sammelstelle Deponie Einöd. Weil das Merkblatt von 2018 stammt, klären wir die aktuellen Annahmebedingungen vor dem Abtransport.
Sie erhalten nach Abschluss die Entsorgungsnachweise und eine Dokumentation, was ausgebaut und wohin gebracht wurde. Das hilft bei späterem Verkauf, bei Versicherung und beim Nachweis gegenüber Behörden. Zu den Fragen rund um Bauschutt lesen Sie den Ratgeber zu Nachweisen in Baden-Württemberg.
Ablauf
Ablauf: Schadstoffsanierung
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Erkundung & Einschätzung
Wir sichten Gebäude und vorhandene Gutachten und bewerten, wo Belastungen zu erwarten sind.
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Sanierungskonzept
Wir legen Verfahren, Schutzmaßnahmen und Zeitplan fest und stimmen uns mit den zuständigen Stellen ab.
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Einrichtung des Arbeitsbereichs
Der Arbeitsbereich wird gesichert und abgeschottet, Zugang nur für unterwiesenes Personal.
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Schadstoffausbau
Belastete Materialien werden kontrolliert ausgebaut, verpackt und gekennzeichnet.
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Entsorgung & Dokumentation
Sie erhalten alle Entsorgungsnachweise und die Dokumentation der Maßnahmen.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu Schadstoffsanierung
Woran erkenne ich Asbest?
Zuverlässig nur durch eine Laboranalyse, eine Sichtprüfung reicht nicht. Bei Baubeginn bis 31. Oktober 1993 besteht Verdacht. Fassen Sie verdächtige Materialien nicht an. Asbestarbeiten führen wir nicht selbst aus, wir helfen Ihnen aber bei der Klärung.
Wann ist Mineralwolle gefährlich?
Vor allem bei Einbau vor 1996: Sie ist nach TRGS 521 als alte Mineralwolle anzunehmen. Bei Einbau zwischen 1996 und 2000 braucht es einen Einzelnachweis. Gefährlich sind die Fasern beim Ausbau, nicht die eingebaute, unberührte Dämmung.
Darf ich alte Mineralwolle selbst entfernen und entsorgen?
Das raten wir nicht. Beim Ausbau werden Fasern frei, die TRGS 521 verlangt Staubschutz und staubdichte Verpackung. Entsorgt wird als 17 06 03*, in Stuttgart grundsätzlich nur so.
Welche Unterlagen erhalte ich nach der Sanierung?
Eine Dokumentation der Maßnahmen und die Entsorgungsnachweise für die ausgebauten Materialien.
Kann der Abbruch direkt im Anschluss erfolgen?
Ja, soweit keine Asbestarbeiten dazwischenliegen. Wir planen Ausbau belasteter Bauteile und Abbruch oder Entkernung zusammen. Wenn Asbest vorkommt, richtet sich der Zeitplan nach dem dafür qualifizierten Betrieb.
Was kostet eine Schadstoffsanierung?
Das hängt von Art und Menge des Materials, der Zugänglichkeit, den Schutzmaßnahmen und dem Entsorgungsweg ab. Nach einer Besichtigung erstellen wir ein unverbindliches Angebot.
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